Initiative „FahrGut Club“

artikel

 

Mission „Rettungsgasse“

 

Die Initiative „FahrGut Club“ richtet sich mit ihrer Promotion-Tour zum Thema „Rettungsgasse“ an Pkw- und Lkw-Fahrer. Ziel der Aktion: Das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer zu schärfen, im Fall der Fälle schnell und richtig Platz für die Rettungskräfte zu schaffen.

 

Stockt der Verkehr auf Autobahnen und Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung, müssen Fahrzeuge für die Durchfahrt von Hilfs- und Polizeifahrzeugen in der Mitte der Richtungsfahrbahn, bei Fahrbahnen mit drei Fahrstreifen für eine Richtung zwischen dem linken und dem mittleren Fahrstreifen, eine freie Gasse bilden. Was in der Straßenverkehrsordnung (§ 11 Absatz 2) in der Theorie so klar geregelt ist, klappt in der Praxis leider viel zu oft nicht. Viele Verkehrsteilnehmer reagieren beim Herannahen der Einsatzfahrzeuge anders und somit falsch.

 

Ein-, zwei- oder mehrspurig?

Wie die Gasse für Rettungsfahrzeuge richtig gebildet wird, richtet sich danach, ob es sich um eine ein- oder mehrspurige Fahrbahn handelt. Steht für die Fahrzeuge beispielsweise in der Stadt nur eine Spur zur Verfügung müssen alle möglichst weit rechts an den Straßenrand fahren, um eine richtige Rettungsgasse zu bilden.

Für zweispurige Straßen gilt die Regel:

Kfz, die sich auf der linken Spur bewegen, fahren möglichst weit nach links.

Kfz, welche die rechte Spur benutzen, fahren möglichst weit nach rechts. Dabei ist der Standstreifen ausnahmsweise zu benutzen, um auszuweichen.

Sobald eine Straße mehr als eine Spur aufweist, verläuft die Rettungsgasse nicht mehr auf der linken Spur, sondern auf der direkt daneben. Autofahrer, die versuchen, die linke Fahrspur für die Rettungskräfte freizuhalten, begehen eine Ordnungswidrigkeit.

 

Mit diesen Faustregeln fahrt ihr richtig:

Auf den restlichen Straßenverkehr achten – gegebenenfalls noch ein paar Meter weiterfahren, um nachfolgenden Fahrzeugen zu ermöglichen, ebenfalls Platz zu machen.

Fahrzeug parallel zur Fahrbahn ausrichten – ein hinausragendes Heck kann die Rettungsgasse unpassierbar machen.

Beim Stehen an einer roten Ampel, gegebenenfalls einige Meter in die Kreuzung vorfahren, damit die anderen Fahrzeuge besser rangieren können – Fußgänger und Fahrradfahrer müssen hier auf ihren Vorrang verzichten.

Blinker nutzen: Damit signalisiert ihr den Einsatzfahrzeugen, in welche Richtung ihr Platz machen wollt.

Geschwindigkeit angemessen verringern und auf die Richtungsanzeiger des Einsatzwagens achten – unter Umständen blockiert ihr eine Straßeneinfahrt.

 

Alle Informationen über den „FahrGut Club“, seine Promotion-Tour „Rettungsgasse 2017“ und weitere Aktionen findet ihr hier. 

Schreibe einen Kommentar

*